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Der LiPo (Lithium-Polymer-Akku) ist besonders im Flugmodellbau inzwischen Standard. Der Vorteil eines LiPo Akku liegt darin, dass er mehr als 100x geladen werden kann, ohne spürbar an Leistung zu verlieren. Er besteht aus einer oder mehreren Zellen, aus denen sich, je nach Zusammenbau des LiPo, die Spannung (V) und der Strom (I) zusammensetzen. Zusätzlich zum "+" und "-" Anschlusskabel besitzt ein LiPo einen Balanceranschluss. Im Inneren besteht er aus Lithium (Kathode), Grafit (Anode) und einem Elektrolytgel, zusammen liegt beides als eine Art "Folie" vor, welche in beliebiger Form aufgewickelt werden kann. Der aufgewickelte Akku wird dann in Folie luftdicht eingeschweißt; eine direkte Verpackung in ein festes Gehäuse ist nicht möglich, da während der Lade-/Entladevorgänge eine Volumenänderung stattfindet. Auch sind LiPos, die für höhere Entladeströme ausgelegt sind, immer auch ein wenig schwerer. Jede Zelle eines LiPo hat eine Nennspannung von 3,7 Volt und eine Ladeschlussspannung von 4,22 Volt, wobei 4,2V Standard ist. Dies bedeutet, dass die Benutzung eines LiPo in einem, nennen wir es "Spannungsfenster", stattfindet. Dieses liegt zwischen 3 Volt und 4,2 Volt.  Im Gegensatz zu einem normalen Akku, sollte man bei einem LiPo darauf achten, dass die Spannung der einzelnen Zellen nicht unter 3,7 Volt sinkt. Die Entladeschlussspannung beträgt 3,0V / Zelle. Wird eine Zelle unter 3,7 Volt entladen, hat dies irreparable Schäden zur Folge. Der Akku kann dann nicht mehr vollständig geladen werden und hält nur noch einen Bruchteil der sonst üblichen Zeit. Merkt man, dass die Leistung nachläßt, sollte man unverzüglich landen. Fliegt man weiter, sinkt die Zellspannung unter 3,7V, der LiPo wird tiefentladen und somit zerstört. Die Folge ist eine nicht mehr vollständige Aufladung des LiPo. Dies wiederum bedeutet eine Verkürzung der Flugzeit. Die Kapazität eines solchen defekten LiPo kann auch während des Fluges sehr rasch abnehmen und sich auf weniger als 50% der ursprünglichen Leistung verringern. Schema eines LiPo-Akkus (Beispiel eines 4S)     Links und rechts wird die Spannung abgegriffen und auf den LiPo-Stecker (oben) gegeben. Unten ist der Balancer-Stecker. Hier wird jede Zelle einzeln abgegriffen. Zwischen jeder Zelle wird 3,7V gemessen. Vom Minuspol zu jedem Abgriff wird jeweils die addierte Spannung gemessen. Dieser Balancer-Stecker hilft dem Ladegerät jede einzelne Zelle richtig zu laden! Auf LiPo-Akkus werden die Daten in Kurzform angezeigt. Beispiel eines Aufdrucks: 11,1V * 3S * 2200mAh * 20C 14,8V * 4S * 5000mAh * 20C * 4C charge Was bedeuten diese Werte? V (Volt) Spannung des LiPo. Da jede Zelle eine Nennspannung von 3,7V hat, besitzt ein LiPo mit 3 Zellen 11,1V (3x 3,7V = 11,1V). S-Wert  Hier wird angezeigt, wie viele Zellen in Serie geschaltet sind (3S bedeutet, dass 3 Zellen in Reihe geschaltet sind). P-Wert  Dieser Wert zeigt an, wie viele Zellen parallel geschaltet sind. (1P bedeutet, dass keine anderen Zellen parallel geschaltet sind.) mAh Damit wird die Kapazität des Akkus in mAh angegeben. C-Wert Dieser Wert zeigt an, wie viel Strom der LiPo maximal liefern kann. Der Wert C bezieht sich auf die LiPo-Kapazität.             Beispiel: Ein LiPo wird mit 2200mAh und 20C angegeben. Die maximale Stromstärke wird nun wie folgt errechnet: (2200mAh/1000) x 20C = 44 Ampere Ein solcher LiPo kann also 44A Leistung abgeben. C - CHARGE Hiermit wird angegeben, mit wie viel Strom der LiPo geladen werden darf. "4C CHARGE" bedeuten z.B., dass ein LiPo mit der vierfachen Menge der angegebenen Kapazität geladen werden kann. Beispiel: Auf dem LiPo steht 5000mAh. Dieser Wert kann dann bei "4C CHARGE" x4 genommen werden. Also 5000mAh x 4 = 20000mA = 20A. Dieser LiPo darf also mit max. 20A geladen werden. ACHTUNG! Steht solch eine Angabe (C CHARGE) nicht auf dem LiPo, darf dieser nur mit max. 1C geladen werden! Dies würde bei einer Kapazität von 5000mAh einen Ladestrom von 5000mA = 5A bedeuten. Ein normales Ladegerät oder Netzteil ist nicht zum Laden von LiPos geeignet! LiPo-Akkus sollen nur mit einem geeigneten Ladegerät, welches einen Balanceranschluss besitzt, geladen werden! Während des Ladevorganges muss der Lipo in einem geeigneten, feuerfesten Behältnis (z.B. Liposack) untergebracht sein. Bei einem Ladegerät für verschiedene Akkutypen, muss darauf geachtet werden, dass ein Lipos NIEMALS  mit den Einstellungen für NiCd, NiMH geladen wird! Die Ladeschlussspannung von 4,2 Volt muss eingestellt sein. Ist der Wert niedriger wir der Lipo nicht voll geladen!  Sofern vom Hersteller nichts anderes empfohlen, werden LiPo-Akkus mit maximal 1C geladen! Entscheidend ist die Angabe der Kapazität auf dem LiPo. Beispiel: Bei einem LiPo mit 2000mAh Kapazität ohne weitere Angaben, sollte der Ladestrom max. 1C betragen. 2000mAh x 1C = 2000mA = 2A. Der Ladestrom (1C) ist also bei dieser Angabe 2A.  Die Ladedauer bei 1C beträgt ca. 1 Stunde. Ein höherer Ladestrom kann den LiPo schädigen! Mit niedrigerem Ladestrom hingegen kann eine etwas längere Lebensdauer erreicht werden. ACHTUNG! Wird der Ladestrom auf dem LiPo mit mehr als 1C angegeben, kann dieser mit mehr Strom geladen werden. Die Ladezeit wird somit verkürzt. Der LiPo wird dabei aber stärker belastet und die Lebensdauer des LiPo sinkt geringfügig. Wie schon erwähnt, besitzt ein LiPo eine Nennspannung von 3,7 Volt und eine Ladeschlussspannung von 4,22 Volt (Standard 4,2V). Diese Ladeschlussspannung ist zum vollständigen Laden eines LiPo notwendig und wird in das Ladegerät eingetragen! (Bei einigen Ladegeräten ist sie schon vorgegeben und nicht einstellbar) Wird eine niedrigere Spannung eingetragen, wird der LiPo nicht ganz voll geladen! Besitzen Sie ein Ladegerät mit manueller Wahlmöglichkeit von Zellenzahl, Ladestrom und Ladeschlussspannung ist unbedingt darauf zu achten, dass alle Werte korrekt eingestellt werden. Nach unserem Beispiel müsste also Eine Zellenzahl von 3S, ein Ladestrom von 2A und eine Ladeschlussspannung von 4,2V eingestellt werden. Falsch eingestellte Werte können den LiPo bis hin zur Zerstörung überlasten. Um den LiPo nach der Einstellung der Werte zu laden, wird erst der LiPo mit dem Stecker an dem Ladegerät angeschlossen. Danach wird der Balancer-Stecker an dem Ladegerät eingesteckt (hierbei auch auf die richtige Polung achten!). Über diesen Balancer-Stecker wird die Spannung an der Einzelzelle gemessen. Übersteigt z.B. eine Zellspannung bei Ladung die Ladeschlussspannung von 4,2V, begrenzt das Ladegerät diese Zelle auf das erlaubte Maß, um damit im Akku-Pack wieder Spannungsgleichheit herzustellen (Balancing). (Wird der Balancer-Stecker nicht angeschlossen, kann es zu einer Überladung und Schädigung einzelner Zellen kommen!) Tipp: Zum Laden wie auch zum Lagern sollte man den LiPo auf eine feuerfeste Unterlage legen. Sollte wider Erwarten ein LiPo einmal brennen, zum Löschen NIEMALS Wasser benutzen. EXPLOSIONSGEFAHR! Stellen Sie sich besser einen Eimer mit trockenem Sand zum Löschen bereit. Wird ein LiPo für längere Zeit (>2-3 Wochen) nicht verwendet, sollte er zum Lagern auf ca. 50% seiner Kapazität geladen werden (Zellenspannung ca. 3,8 Volt). In diesem Ladezustand ist der chemische Zerfall der Zellen am geringsten. Niemals einen leeren Akku einlagern. Es droht sonst eine Tiefentladung! Da sich ein Lipo auch im ungenutzten Zustand entlädt, sollte er zwischendurch überprüft werden. Während einer längeren Lagerung kann es sonst zu einer Tiefentladung kommen. Außerdem zu beachten Es sollte auf eine verpolungssichere und gut sitzende Steckverbindung geachtet werden. Beim Laden muss ein LiPo in einen hierfür geeigneten LiPo-Sack oder einen feuerfesten Behälter  gelegt werden. Es sollte niemals ein heißer LiPo geladen werden. Diesen vor dem Laden immer erst abkühlen lassen. Ein LiPo sollte immer mit max. 1C (oder weniger) geladen werden (auch wenn es anders angegeben ist) - das bedeutet z.B. ein 2200mAh-Akku maximal mit 2,2A Benutzen Sie den LiPo nur bei einer Umgebungstemperatur im Bereich zwischen +18°C und + 40°C. Unterhalb von +5°C verlieren die Lipos stark an Leistungsfähigkeit Bei einer Hochstromentladung können kältere Akkus sonst Schaden nehmen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der LiPo im Betrieb nicht heißer als ca. 50°C wird (dies kann z.B. durch Überlastung passieren). Über diese Temperatur hinaus kann der Akku beschädigt werden. Achtung Gefahr! Ein LiPo kann sich beim falschen Aufladen oder beim falschen Gebrauch aufblähen. Er kann sogar während wochenlanger Lagerung "einfach so" beginnen zu brennen und dabei sehr starken Rauch entwickeln, der ganze Räume samt Einrichtung verwüsten kann. Dies geschieht meist jedoch nur bei falscher Handhabung wie z.B.: Mechanischer Beschädigung             (Absturz; fallen lassen des LiPo; spitzer Gegenstand beschädigt LiPo) Überladung / Verwendung eines zu hohen Ladestroms Laden im heißen Zustand Ist ein LiPo stärker aufgebläht, sollte er nicht weiter verwendet, sondern entsorgt werden. NIEMALS in einen geblähten Akku hinein stechen! LiPo's, wie auch andere Akkus, sollten nie mit Wasser in Berührung kommen. LiPo/Akkus gehören nicht in den Hausmüll! Möchten Sie den Stecker vom LiPo behalten, NIEMALS die Kabel gleichzeitig durchtrennen.             Immer ein Kabel nach dem anderen. Die abgeschnittenen Enden danach isolieren.             (Nicht, dass der LiPo beim Entsorgen durch einen Kurzschluss explodiert!) Nach dem Flug den LiPo abstecken. Auch ein geringer Stromverbrauch kann zu einer Tiefentladung führen, die den LiPo zerstört. Kurzschlüsse vermeiden!
Grundlagen Bezeichnung von Lipo - Akkus Lipo - Akkus laden Lipo - Ladeschlussspannung C - Wert berechnen Lipo - Akkus lagern Auch wenn es logisch erscheint
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